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YPAC 2026 in Chamonix: Engagement für Klima, Demokratie und die Zukunft der Alpen

Vom 23.03. bis zum 28.03. nahm die Innsbrucker Delegation des Akademischen Gymnasiums bestehend aus den Schüler:innen Constantin Blang (6A), Janoah Eberharter (8B), Leo Kandler (6D), Lukas Kofler (7B), Rachel Lynham (8B), Anna-Laura Misof (7B) und Melanie Wolf (7B), am YPAC 2026 in Chamonix teil.
Das Youth Parliament to the Alpine Convention ist ein Jugendparlament, welches von Lehrer:innen am Akademischen Gymnasium Innsbruck und der Alpenkonvention gegründet wurde. Es nehmen 10 Schulen aus 7 Alpenländern teil. Ziel des Parlaments ist es, jungen Leuten einen Einblick in das parlamentarische Leben zu geben, auf Probleme des Klimawandels aufmerksam zu machen und den Schüler:innen eine Chance zu geben, ihre Projekte vorzustellen. Die sieben Teilnehmer:innen aus Innsbruck wurden in vier Committees und eine Media Group aufgeteilt.
Jedes Committee ist einem bestimmten Thema zugeteilt. Die diesjährigen Themen waren: Gletscher, Energiewende, Klimabildung und wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit. Innerhalb eines Committees finden sich kleine Gruppen, um an einem Projektkonzept zu arbeiten, welches am Ende der Woche in der General Assembly vorgetragen wird. Aufgabe der Media Group ist es, über das YPAC zu informieren, z. B. durch Artikel in lokalen Medien oder den Instagram-Account des YPAC.
Wir kamen am Ende einer langen Reise am Abend des ersten Tages in Chamonix an. Außer ein paar Icebreaker-Aktivitäten gab es kein Programm.
Am Morgen des ersten Arbeitstages hörten wir gespannt einer fesselnden Rede eines lokalen Politikers zu und begaben uns daraufhin in unsere Committees, um uns mit den anderen Delegierten auszutauschen und an ersten Projektkonzepten zu arbeiten. Nach der Mittagspause konnten wir uns mit Experten austauschen.
Am folgenden Tag arbeiteten wir weiterhin an unseren Projekten und tauschten uns beim „World Café“ mit den Delegierten aus den anderen Committees aus. Daraufhin besuchten wir den „Mer de Glace“-Gletscher, um die Auswirkungen des Klimawandels mit unseren eigenen Augen zu sehen. Danach stellten wir unsere Projekte fertig.
Am letzten Tag stand die General Assembly an, wo wir unsere Postulate professionell vorstellen konnten. Der Ablauf war wie in einem echten Parlament. Es gab Fragen, Reden gegen ein Projekt, aber auch Reden, um ein bestimmtes Projekt zu befürworten. Nachdem wir jedes Projekt kennengelernt hatten, konnten wir wählen, welche wir gut finden. Die Postulate mit den meisten Stimmen wurden in einem Dokument niedergeschrieben und an Vertreter der Alpenkonvention weitergeleitet.
Das YPAC war für uns alle eine lehrreiche Erfahrung, die dank der finanziellen Unterstützung des Landes Tirols möglich gemacht wurde. Wir konnten lernen, zu argumentieren, unsere Ideen zu verteidigen, aber wir verstehen nun auch die Grundlagen unserer Demokratie besser.

 

Besuch bei Cornelia Hagele und René Zumtobel im Landtag

Am 24. Juni dieses Schuljahres hatten die Schüler und Schülerinnen der Innsbrucker YPAC-Delegation die Ehre, ihre Arbeit des diesjährigen YPAC Treffens in Rosenheim vorzustellen und zu diskutieren.
Im Tiroler Landtag wurden sie von den Abgeordneten Cornelia Hagele, verantwortlich für Gesundheit, Pflege, Bildung, Wissenschaft und Forschung, und René Zumtobel, zuständig für Umwelt- und Naturschutz, Klimaschutz und Nachhaltigkeit, Europäische Verkehrspolitik, öffentliche Mobilität, Abfallrecht und Abfallwirtschaft, herzlich empfangen. Die Jugendlichen präsentierten ihre Resolutions. Im Fokus standen dabei die SDGS (sustainable development goals), 6,10,12 und 15 zu den Themen: Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen, weniger Ungleichheiten, nachhaltiger Konsum und Produktion und Leben am Land.
Die beiden Landtagsabgeordneten zeigten großes Interesse an den Anliegen der jungen Delegierten und lobten deren Engagement und Arbeit. Dieser Besuch gab den Jugendlichen einen wertvollen Einblick in die Landespolitik.

YPAC-Vorbereitungstreffen in Bozen

Am Mittwochmorgen trafen sich die Schüler:innen unseres YPAC-Teams mit Prof.in Mag.a Silvia Greber bereits sehr früh am Innsbrucker Bahnhof, um gemeinsam nach Bozen zu fahren, wo ein Vorbereitungstreffen der YPAC Schule in der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino mit Schüler:innen aus Meran und Trient für die bevorstehende YPAC-Woche in Rosenheim stattfand. Das Treffen, organisert durch die Forschungsstelle der EURAC in Bozen diente dazu, erste Impulse und Ideen zu sammeln, die die Schüler:innen für ihre eigene Arbeit bei YPAC verwenden können. YPAC, das “Youth Parliament to the Alpine Convention”, ist das internationales Jugendparlament der Alpenkonvention, bei dem Schüler:innen aus den Alpenländern aktuelle politische Themen der Alpen diskutieren und Lösungsvorschläge erarbeiten. Unsere Schule ist die österreichische Vertretung im Gremium.

In Bozen erhielten die Teilnehmer:innen wertvollen Input zu den Themen Klimapolitik und Ernährung, den sie nutzen können, um ihre eigenen Ideen weiter auszubauen. Im ersten Vortrag sprach Dr. Lukas Egarter-Vigl über wichtige Klimaschutzmaßnahmen der EU, darunter den „European Green Deal“ und das „Nature Restoration Law“, das vorsieht, 20 Prozent der Ökosysteme bis 2030 wiederherzustellen. Besonders deutlich machte er dabei, dass der Klimawandel keine Grenzen kennt und gemeinsames Handeln, auch innerhalb der Alpenländer, erfordert.
Dr.in Caroline Pecher lenkte den Fokus anschließend auf Ernährung und die Frage, wie diese nachhaltiger und gesünder gestaltet werden kann. Dabei wurde darauf hingewiesen, dass der Großteil der europäischen Landwirtschaft für die Viehzucht genutzt wird. Sie betonte außerdem die Bedeutung gesünderer Ernährungsweisen und eine Reduktion des Verzehrs tierischer Produkte.
Spannend war die anschließende Diskussion, da die Schüler:innen schnell feststellten, dass unsere Gesellschaft von diesen angesetzten Zielen noch sehr weit entfernt ist. Ein weiterer Punkt, mit dem sie sich befassten, war, wie Politik Menschen zu einer umweltfreundlicheren Ernährung bewegen könnte.

Mit vielen Denkanstößen und neuen Ideen kann das YPAC-Team nun mit der Vorbereitung für das Treffen in Rosenheim im März beginnen.

(Anna-Laura Misof)

YPAC 2024 in Kamnik

Alpine Natural Protected Areas as Best Practise Islands for the Current Global Changes

In 2024, the Youth Parliament of the Alpine Convention (YPAC) took place in Kamnik/Stein, located in the northern part of Slovenia. Among the 82 delegates from ten Alpine schools were seven representatives from Innsbruck, including Melanie Wolf, Rachel Lynham, Vita Fink, Janoah Eberharter, Lukas Kofler, and MD Tasin Ibn Huq.

The focal point of discussion revolved around Alpine natural protected areas. Each of the seven YPAC Alpine countries has its own regulations for protecting natural areas and its own approaches to develop them as islands for sustainable development. The delegates formed four committees, working on the topics of biodiversity, cultural heritage, climate change, and quality of life in the Alps. The committees with its presidency were responsible to think insightfully and formulate twelve postulations for the final general assembly in the national parliament of Slovenia in Ljubljana/Laibach. Selected postulations were finally voted on at the YPAC-parliament with speeches in favour or against each.

The opening ceremony, inaugurated by Slovenian President Nataša Pirc Musar, resonated with a call to action for the youth with the statement, ‘we don’t have a planet B, it’s the only one earth we all have. And YPAC is one way that the youth can find solutions for our challenges’. The presence of Emil Ferjančič, Chairman of the Permanent Committee of the Alpine Convention, and Alenka Smerkoji, Secretary-General of the Alpine Convention, further invigorated the spirit of the delegates and committee members.

Notably, the 2024 YPAC marked a historic milestone as it witnessed direct collaboration between the European Union Strategy for the Alpine Region (EUSALP) and the International Commission for the Protection of the Alps (CIPRA) alongside YPAC, signifying a united front in the pursuit of Alpine conservation and sustainability.

MD Tasin Ibn Huq/Matthias Danninger